Zuletzt geändert am 26.10.2010
Ladakhreise 2010
Studiosus-Expeditionsstudienreise vom 12.7. bis 30.7.2010
Reisekosten: 2.890 Euro/Person für 19 Tage
Ausrüstung: Canon EOS400D mit GPS-Logger
Reiseleiter: F. Schlichtmann
Die Reiseroute ohne Delhi (Google-Earth-kml-Datei) und das Höhenprofil:
In der Millionenstadt Amritsar im Bundesstaat Punjab:
Das spirituelle Zentrum der Sikh, der Goldene Tempel in Amritsar:
Im 16. Jhd. erbaut, im 19. Jhd. erweitert wurde die Palastanlage 1984 von indischen Militärs gestürmt, nachdem radikale Sikh den Sikh-Staat Khalistan ausgerufen haben.
Die Anhänger des Sikhismus glauben an die Wiedergeburt aller "schlechten" Menschen, nur "gute" Menschen vereinigen sich nach dem Tod mit Gott. Sikh ist der Verzehr von Fleisch und der Konsum von Tabak, Alkohol oder Drogen untersagt. Man erkennt sie häufig am Tragen eines Turbans, dem Dastar. Als Zeichen des Respekt muss jeder der den Palast betreten möchte die Schuhe ausziehen und eine Kopfbedeckung tragen.
Unterwegs auf dem Manali-Leh-Highway:
Der Manali-Leh-Highway ist ein 470 km langer Verkehrsweg, der Manali im Bundesstaat Himachal Pradesh mit Leh in der Region Ladakh im Bundesstaat Jammu und Kashmir verbindet. Der Highway ist eine von zwei möglichen Zufahrtsstraßen nach Leh und führt über einige der höchsten befahrbaren Bergpässe der Welt. Insgesamt nahm die Strecke vier Tage in Anspruch.
Man startet von Manali aus über den Rohtangpass (3.946 m) der über den ersten Gebirgszug des Himalaya führt. Das Gebirge bildet eine natürliche Wetterscheide. Von nun an wird es also immer trockener werden. Das linke Bild zeigt die über 5.000 m hohen Gipfel des Pir Panjal Range-Gebirges.
Hängen gebliebene Fahrzeuge, durchfahrende Militärkonvois die auf Militärstraßen wie dieser immer Vorfahrt haben und Überflutungen führen zu unerwarteten Staus:
Zwei der fünf Pässe die wir passieren sind der Baralacha La (4.892 m) und der Taglang La (5.307 m):
Zwischen den Pässen passiert man eine 40 km lange Trockenwüste auf 4.690 m:
Eine Nacht verbringen wir in Keylong (3.253 m), das rechte Foto zeigt die Zufahrt auf den Pass Lachulung La (5.059 m):
Unterwegs übernachten wir in einem Zeltcamp in Sarchu auf 4.351 m an der Grenze zwischen den beiden Bundesstaaten Himachal Pradesh und Jammu und Kashmir:
Leh (auf 3.500 m), der Hauptort der Region Ladakh:
Leh ist mit seinen über 30.000 Einwohnern die bedeutenste Stadt in Ladakh und dank seinem Militärflughafen Ausgangspunkt fast aller Trekkingtouren im indischen Himalaya. Umgeben von Himalaya-Gebirgszügen erreicht die Lufttemperatur im Winter -30°C und im Sommer +30°C. Das rechte Bild zeigt den Palast von Shey.
Leh liegt inmitten einer Trockenwüste, dank dem Indus können aber einige Flächen begrünt und Landwirtschaft betrieben werden:
Insgesamt verbringen wir sechs Nächte in Leh und haben somit Gelegenheit die kleine Stadt neben den Sehenswürdigkeiten wie dem Königpalast auch genauer kennen zu lernen.
Klöster und Religionen
Ein anglikanischer Friedhof nahe McLeod Ganj und eine Buddha-Statue bei Leh:
In Indien entstanden vier bedeutende Religionen: der Hinduismus, der Buddhismus, der Jainismus und der Sikhismus. Etwa 80% der Inder sind Hindus, 13% vor allem sunnitische Moslems, 2% jeweils Christen und Sikh und 0,8% Buddhisten, wobei letztere vor allem in Ladakh leben.
In Ladakh häufig zu sehen sind Gebetsfahnen und Gebetsmühlen:
Gebetsfahnen sind heute im Buddhismus übliche Fahnen, die von den Gläubigen bis zur vollständigen Verwitterung dem Wind ausgesetzt werden, damit nach Ihrer Überzeugung die Gebete dem Himmel zugetragen werden. Gebetsmühlen sollen durch die Drehbewegung den Segen der Mantren vervielfältigen.
Das Kloster Chemre links und das größte Kloster Ladakhs, Hemis (auf 3.681 m):
Ein auf Tourismus ausgelegtes Klosterfest in Trakthok (auf 3.880 m):
Das Kloster Lamayuru in 3.440 m Seehöhe:
Lamayuru gehört mit 150 aktiven Mönchen zu den größten Ladakhs. Das Rotmützenkloster liegt 120 km nord-westlich von Leh auf der Verbindungsstraße nach Srinagar. Das Bild rechts zeigt den Tempel der Schutzgöttin.
Opfergaben und durch Regen zerstörte Wandmalereien an den Lehmwänden:
Delhi und Neu Delhi, die Hauptstadt Indiens:
Das Humayun-Mausoleum und Qutb Minar:
Das Mausoleum stammte aus der Zeit des Großmogulreichs Indien im 16. Jahrhundert. Das im persischen Stil erbaute Werk gilt als Prototyp des Taj Mahal in Agra. Das Qutb Minar ist ein 70 m hoher Siegesturm als Teil eines Gebäudekomplexes der den Beginn einer muslimischen Vorherrschaft im 12. Jhd. einläutete.
Die öffentlichen Verkehrsmittel können bis jetzt die Bedürfnisse des ständig wachsenden Molochs Delhi mit über 12 Mio. Einwohnern nicht befriedigen. Das bisher sehr kurze U-Bahn-Netz befindet sich nicht zuletzt wegen der Commonwealth-Spiele im Oktober 2010 wie ein Großteil der Stadt im Auf- und Umbau. Um der ausufernden Umweltverschmutzung Einhalt zu gebieten wurde der öffentliche Nahverkehr auf Erdgasantrieb umgestellt.
Wir waren froh als wir dem chaotischen Delhi mit den vielen Abschleppern (Menschen die einen in Kaufhäuser zu schicken versuchen) in unser Hyatt-Hotel entfliehen konnten. Zur Fahrt in Delhi, die mitunter mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann eignen sich sehr gut die dreirädrigen Motor-Rikschas, die sogenannten Tuk-Tuks:
Connaught Place, das "schöne" britische Viertel mit Kolonialbauten:
Menschen
In Indien leben geschätzte 1,173 Mrd. Menschen. Knapp 100.000 Exiltibeter fanden eine Aufnahme als anerkannte Flüchtlinge in Indien, so auch der Dalai Lama. Gesprochen wird auf dem Subkontinent vor allem Hindi, allerdings gibt es neben Englisch noch 21 weitere Amtssprachen wie z.B. Bengalisch mit 75 Mio. Sprechern.
Indische Fauna
Dank der Landschaftsvielfalt findet man in Indien eine sehr artenreiche Tierwelt vor. Affen sind neben den Elefanten, den Ratten, den Tigern, den Schlangen, den Kühen und den Pfauen die bedeutendsten heiligen Tiere. Außerdem gelten alle Tiere die einem der vielen indischen Götter geweiht sind als heilig. Nicht zuletzt wegen der Verehrung dieser Tiere ist Vegetarismus in Indien weit verbreitet. Neben den hier abgebildeten Rhesusaffen leben auch zahlreiche freilaufende Hunde in Städten.
Ernährung in Indien
Obwohl über 400 Mio. Inder über keinen Zugang zu sicherer Wasserversorgung verfügen ist der Subkontinent der zweitgröße Reisproduzent der Welt (pro kg hergestelltem Reis werden bis zu 5.000 l Wasser benötigt). Zu den beliebtesten Getränken zählt neben Kaffee und Getränken auf Milchbasis der Tee. Indien ist weltweit auch der zweitgröße Teeproduzent und stellt unter anderem den renommierten Darjeeling-Tee her. Probieren sollte man in Indien den Masala Chai, ein gesüßter indischer Gewürztee auf Schwarzteebasis mit Milch. Der Buttertee (Tee vermengt mit Salz und Butter) in Ladakh ist nicht so schmackhaft.





















































